German Nickelback Interview=)

Wed, May 22, 2013 at 11:48 AM By: ChadRyan

Die charismatischen Kanadier im exklusiven Interview

Mit fast 50 Millionen verkaufter Alben sind Nickelback der wohl größte Rock-Export Kanadas und haben mit Hits wie „How you remind me“, „If Today Was Your Last Day“ und „Rockstar“ weltweit die Chartspitzen erobert. Genau das wollen die sympathischen Rocker auch mit ihrem neuen Album „Here And Now“, das am 18. November veröffentlicht wird. Wir haben den charismatischen Frontmann Chad Kroeger und Gitarristen Ryan Peake kurz nach ihrer Ankunft aus Kanada getroffen und mit ihnen über das Tourleben, Rockstar-Klischees und die deutschen Fans geplaudert - und ganz nebenbei auch erfahren, welche Frage Nickelback möglichst nie wieder hören wollen...


Willkommen in Deutschland, wie geht’s euch?
Chad: (auf deutsch) Wunderbar!

Hey, ihr könnt deutsch?
Chad: Nein. Aber ich könnte ein Bier und eine vegetarische Pizza bestellen, wenn ich müsste...

Gibt es eigentlich eine Interviewfrage, die ihr langsam nicht mehr hören könnt?
Chad: “Was würdest du tun, „if today was your last day“?”

Okay, Sekunde... (wir versuchen, genau diese Frage auszusortieren)
Chad: Was? Du hast sie echt da drin? (ich zeige sie ihm, es folgt allgemeine Heiterkeit)

Vielen Dank für die Info!
Chad (lacht immer noch): Keine Ursache, ich war nur ehrlich! Die wird dauernd gestellt, seitdem die Single veröffentlicht wurde!

Dann lass uns über Euer neues Album sprechen! Ihr habt zwei Songs gleichzeitig veröffentlicht: „Bottoms Up“, einen Partyrocksong, und „When We Stand Together“, ein sehr sozialkritischer Song. Ist dieser Stilkontrast auch im neuen Album zu finden?
Chad: Absolut. Darum haben wir sie auch parallel veröffentlicht. Wir haben uns sehr schwer damit getan, nur einen Song zu wählen, denn es gibt keinen, der das komplette Album widerspiegeln würde. “Bottoms Up“ steht für die rockige Seite des Albums, “When We Stand Together“ für die melodischere und den Appell, die Welt ein wenig besser zu machen.
Ryan: Das Album ist wie ein Tag im Leben, du hast etwas, das dich beschäftigt. Das kann sozialkritisch sein. Oder Sex. Oder Beziehungskisten. Oder Party. Dann wieder Sex. (grinst). Etwas für jede Stimmung und für Leute, die diese unterschiedlichen Stimmungen mögen.
Chad: Das ist genau das, was wir tun müssen, man kommt heutzutage nicht weit damit, nur eine einzige Art Musik zu machen. Wir haben so viele verschiedene Songs, wir haben harte Rocksongs wie „Burn It To The Ground“, witzige Songs wie „Rockstar“, nostalgische wie „Photograph“, dann wieder sozialkritische wie „If Everyone Cared“. Ich liebe das an unserer Band, dass wir nicht nur eine Art von Musik machen. Es macht es aber auch schwierig, aus dieser Vielfalt einen Song auszuwählen.

Geht das demokratisch zu bei euch? Wie funktioniert diese schwierige Auswahl?
Chad: Indem wir einfach 2 Songs wählen (lacht). Es ist demokratisch, aber auch sehr offensichtlich. Wir spielen schon eine Weile zusammen und vertrauen unserem Instinkt. Man kann für gewöhnlich sagen, okay, 2-3 Songs stechen wirklich heraus.
Ryan: Das schwierige ist: welchen nehmen wir zuerst...
Chad: Ja, DAS ist mal ein wirkliches Luxusproblem: Oh, wir haben so viel Material, was nehmen wir zuerst...(lacht)


Eure Fangemeinde ist riesig, wie ist das für euch im Ausland, wenn wirklich jeder eure Songtexte Wort für Wort mitsingt – vielleicht sogar, ohne die Sprache zu können?
Chad: Darüber haben wir uns vorhin noch unterhalten. Wenn wir nach Deutschland kommen, scheinen die Fans ihre Hausaufgaben verdammt gut gemacht zu haben. Sie kennen die Texte! Und dann spielt man in englischsprachigen Ländern, und die versemmeln fast alles. Bei den deutschen Fans scheint es so zu sein, wenn sie etwas mögen, dann richtig. Diese Liebe ist dann nicht nur halbherzig. Sie lernen die Texte und alles, das ist sehr cool.

Viele Fans folgen Euch auf Euren Tourneen. Wenn ihr auf der Bühne steht - erkennt ihr sie in den ersten Reihen wieder?
Beide gleichzeitig: Ja. Und die meisten sind deutsch. (lachen)
Ryan: Das ist toll, aber manchmal etwas seltsam für uns. Wir denken dann „Ihr habt doch schon die letzten 9 Shows gesehen, wird das nicht langweilig?“

Wird so ein „Stalking“, vor allem der weiblichen Fans, manchmal auch zu viel für Euch?
Chad: Oh Gott, fürchterlich...
Ryan: Oh ja, es ist echt zu viel.(allgemeines Gelächter) Nein! Ich werde es definitiv nicht leid, wenn die Mädels rufen „Ryan, zieh deine Hose aus“!

Was war einer der lustigsten Bühnenmomente, was fällt euch spontan ein?
Chad: Eine Frau schmiss einen BH auf die Bühne, und er wurde Teil der Show. Der BH hatte Körbchengröße H, das Ding sah aus wie ein Fallschirm für zwei. Echt jetzt, ich hätte das als Mantel tragen können! Ryan hätte da auch noch Platz gehabt. (Ryan lacht ununterbrochen) Er war … (sucht nach Worten) riesig!! Er wurde dann Teil der Show, ein Gag. Ich hob den BH auf und sagte „Ladys! Seht ihr das?“ Man hörte zehntausend Leute nach Luft schnappen. Ich weiter: „Weiß jemand, welche Größe der hat? Irgendjemand? .. das ist ein H! Wie in „Holy Shit!“. Und es wurde zu dieser Comedyveranstaltung. Das werde ich nie vergessen. Der Tag, an dem dieser BH die Bühne traf.

Hast du ihn behalten oder zurückgegeben?
Beide: Oh, den haben wir wochenlang behalten!
Chad: Er hat für zwei oder drei Wochen jedesmal am Schlagzeug gehangen. Ich weiß gar nicht, was dann daraus geworden ist. Wahrscheinlich hat man das Ding zu einer Flagge umgenäht.


Chad, hast du Tricks, wie du deine unverwechselbar raue Stimme trainierst?
Chad: Ryan haut mir vor jeder Show eine rein. (Ryan lacht und nickt.) Nein, wenn ich Druck dahinter lege, klingt sie einfach so. Ich habe schon immer so gesungen, und meine Lieblingssänger ebenfalls. Früher habe ich vor einer Tour immer eine Weile gebraucht, sie einzusingen. Drei Monate frei, und ich habe geklungen wie ein Chorknabe. Heute versuche ich, ein wenig softer zu klingen. Wenn ich so richtig laut und druckvoll ins Mikro singe, habe ich ab und zu schonmal Angst um meine Stimmbänder.

Auch um das Mikro? Das Gerücht geht um, dass du schon einige Studiomikrofone nur mit deiner Stimme demoliert hast..
Chad: Ich habe eine sehr sehr laute Stimme, wenn ich singe. Wir haben all diese teuren Mikrofone gekauft, die super klingen, wenn man „normal“ reinsingt. Wenn du so rau und laut reinsingst wie ich, ruinierst du sie. Wir haben Tonnen von richtig teuren 600-Dollar-Mikrofonen geschrottet, weil sie meine Lautstärke nicht verkraften konnten. Nachdem wir das letzte Album fertig hatten, kam ein Freund zu mir und brachte mir eins, in das auch James Hetfield von Metallica reinsingt. Genau danach hatte ich gesucht!

Lass uns einen Blick in die Zukunft werfen: steht ihr auch mit 60 noch auf der Bühne, so wie die Stones?
Chad: Ich weiß nicht, ob ich noch so singen kann wie heute, wenn ich 60 bin.... ob ich das noch bringe? Es wäre schön, Musik zu machen, bis wir selbst entscheiden, aufzuhören. Bevor die Leute uns leid werden und die Fans sagen „Okay, wir wollen euch nicht mehr“. Das ist der Traum. Wenn wir nichts mehr haben, worüber wir singen können, wenn wir das Gefühl haben, alle Shows gespielt zu haben und nichts mehr erreichen können, was wir nicht schon erreicht haben. Wäre gut, wenn wir an dem Punkt sagen können „wir hören auf“.
Ryan: Okay, wir hören auf... (lacht)
Chad: Ha, genau, wir hören einfach für fünf Jahre auf und machen dann die Reunion-Tour.

Mike, dein Bruder, hat früher bei Starbucks gearbeitet. Hattet ihr beide vor Nickelback auch mal normale Jobs?
Chad: Klar. Ryan hat mir die Jobs immer verschafft...
Ryan: Klingt übel, oder?
Chad: Ryan bekam einen Job und ich bat ihn dann, ein gutes Wort für mich einzulegen. Ich bekam den Job und wurde kurz darauf wieder gefeuert (lacht)
Ryan: Ja, wir hatten auch ganz normale Jobs. Ich habe in einem Museum gearbeitet, Parkhäusern, habe Autos gewaschen, aber das hier ist ganz sicher der beste Job bislang.
Chad: Ich habe als Möbelpacker gearbeitet, als Dachdecker, habe Essen ausgeliefert und mit Ryan eine Weile in einer Lagerhalle gejobbt...
Ryan: Ich habe mal einen halben Tag lang Fenster geputzt, das war ein 17stöckiges Gebäude. Und dachte, das ist echt scheiße.


Rockstar zu sein ist ganz sicher ein besserer Job... euer Song „Rockstar“ bedient ja das komplette Klischee des Rock´n Roll Lebens. Was davon ist für euch wahr geworden?
Chad: Die „tourbuses full of old guitars“, wir haben eine Menge Vintage-Gitarren und so ein Zeug. Jeder in der Band hat ein schönes Haus und mehr als 1 Auto. Was noch… ach ja, meine Ex-Verlobte gibt mein Geld aus, während wir uns hier unterhalten. Also das meiste aus dem Song ist wahr. Es ist einfacher zu sagen, was nicht wahr geworden ist: Der „Star on Hollywood Boulevard“ ist noch nicht da, das wäre cool.

Ihr seid 2012 auf Tour, wann können wir euch in Deutschland sehen?
Chad: Es gibt noch keine festen Daten. Wir kommen auf jeden Fall, besonders nach den heutigen Neuigkeiten: „When We Stand Together“ kommt hier super an! Wir hoffen, das wird beim Album auch so sein. Wir freuen uns sehr auf Deutschland – die Fans hier waren und sind unglaublich gut zu uns. Wir werden so lange herkommen, wie sie uns hören wollen.

… bis ihr 60 seid?
Beide: Das wäre super!

Vielen Dank für das Interview!


XD

  1. ChadRyan avatar

    On Sat, Jun 22, 2013 at 12:08 PM, ChadRyan said:

    ...too bad! You're really missing something!

  2. Renzo avatar

    On Sat, Jun 22, 2013 at 8:11 AM, Renzo said:

    no worries :) I tried translating it with help of the internet, but I gave up after 2 sentences xd

  3. ChadRyan avatar

    On Sat, Jun 22, 2013 at 4:37 AM, ChadRyan said:

    Yeah....too bad. It's really funny. Maybe you could translate it with help of the internet?
    The translation won't be good...but you may works...
    I would sent you the video link, but I can't find it anymore....I'm sorry

  4. Renzo avatar

    On Sat, Jun 22, 2013 at 3:17 AM, Renzo said:

    Too bad I can't speak german xd ein bisschen xd

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